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Versteckte Kleinodien

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Barock-Schloss Arolsen

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Petrus mit Lesebrille

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Thonet-Stuhl Nr. 14

Frankenau und das Waldeck-Frankenberger Land liegen abseits der Durchgangsstraßen im stillen Winkel der Republik. Und doch entdeckt man hier kulturelle Kleinodien, die ihresgleichen suchen.

 

  • Das einstige Zisterzienserkloster Haina ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Abteien in Deutschland. In der Klosterkirche, deren Grundstein im Jahr 1215 gelegt wurde, fällt deutlich der Übergang von der Romanik zur Gotik ins Auge. Seit der Reformation ist Haina ein Hospital, dessen Geschichte in einem Psychiatriemuseum dargestellt wird. Unweit davon steht das Stammhaus der Familie Tischbein, einer Malersippe, deren bekanntester Spross Goethe in Rom porträtierte.
  • Schloss Arolsen, die Residenz der Fürsten von Waldeck und Pyrmont, ist ein kleines hessisches Versailles am Wald, Hofbräuhaus inklusive. Im Frühsommer finden Barock-Festspiele statt.
  • Im Museum Thonet in Frankenberg steht der berühmteste Kaffeehaus-Stuhl der Welt, Stuhl Nr.14, den die Firma Thonet hier bis heute produziert. Das Museum bietet ein Panorama der Stuhlbaukunst sowie die Klassiker des Bauhaus-Designs.
  • In Frankenau wurde 1892 als Sohn des Apothekers der Schriftsteller und Psychiater Richard Huelsenbeck geboren, der 1916 in Zürich zu den Begründern des Dadaismus gehörte. Heute gibt es ein privates Huelsenbeck-Museum in der alten Apotheke von Frankenau, ein Besuch kann vermittelt werden.
  • In Bad Wildungen, in der evangelischen Stadtkirche, findet sich eines der Hauptwerke der gotischen Malerei in Deutschland: das Altarbild des Konrad von Soest von 1403. Berühmt ist die Darstellung des Apostels Petrus mit Lesebrille.
  • Am Edersee bietet Schloss Waldeck nicht nur einen Panorama-Blick übers Land und gutes Essen, sondern auch ein Burgmuseum, das den Bau des Edersee-Staudamms und seine Zerstörung im 2. Weltkrieg darlegt.
  • In Vöhl hat die alte Synagoge aus dem Jahr 1827 in einem hübschen Fachwerkbau wie durch ein Wunder die NS-Zeit überdauert. Mittlerweile ließ ein Förderkreis das Gebäude mustergültig restaurieren, samt den 297 goldenen Sternen an der Kuppeldecke des Sakralraums. Regelmäßig finden dort Konzerte statt, auf Wunsch ist die Synagoge auch zu besichtigen. 
  • Überhaupt ist Nordhessen das Land der Gebrüder Grimm: hier sammelten sie ihre Märchen, von hier bezogen berühmte Märchenillustratoren wie Otto Ubbelohde ihre Motive. Und ihnen zu Ehren hat die Bärenmühle 2012 gemeinsam mit zwei anderen Hotels der Region den "Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm" begründet, ein jährlich stattfindendes Literatur-Festival.
  • Außerdem sind es nur gut zwei Stunden mit dem Auto zu den deutschen Giganten Bach, Luther, Goethe und Schiller (in Eisenach und Weimar).