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Von New York zur Bärenmühle

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Bettina und Christiane Kohl

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Lengeltal-Aquarell von Frank
Suplie

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Auf dem Steg

Es ist noch gar nicht so lange her, da lebte Bettina Kohl mitten in Manhattan. Sie dirigierte eine kleine Armee von Kellnern, organisierte Partys für Filmproduzenten und entwarf Lederkleidung für die New Yorker Schickeria. Praktisch von einem Tag auf den anderen gab sie ihre lärmumspülte New Yorker Wohnung auf und zog in die beschauliche Stille der Bärenmühle, wo nachts nur ein leises Bachrauschen das Ohr erfreut. Ihr Umzug geschah gleichsam aus höherer Gewalt - eine „Schwesternsache“, wie wir das nennen.

 

Wir, das waren drei Schwestern, die bis vor einigen Jahren noch quer in der Welt verteilt lebten – Bettina Kohl als Lederdesignerin in New York, Christiane Kohl als Journalistin und Schriftstellerin in Rom, Dresden und Erfurt sowie Katrin Poll als Pferdezüchterin in Hörem. Doch es war stets unser Wunsch gewesen, unser altes Elternhaus, die Bärenmühle, und mit ihr das idyllische Lengeltal in seiner noch weitgehend unverfälschten Urwüchsigkeit und Schönheit zu erhalten. So begannen wir eines Tages, die historischen Gebäude behutsam und nach allen nützlichen Regeln der Baubiologie zu restaurieren: Zunächst, im Jahr 2002, das aus Feldsteinen gebaute Hugenottenhaus, dann wurde in 2004 das „Wellnest“ beim alten Hühnerhaus errichtet und die historische Scheune saniert.

 

Im Mai 2005 wurde das Landhotel eröffnet, 2009 starb unsere Schwester Katrin Poll – sie konnte die letzten Restaurierungen des Anwesens nicht mehr miterleben. So wurde im Herbst 2011 das alte Mühlenhaus grundlegend restauriert, im Sommer 2014 war das historische Schmiedehaus soweit, dass es als neues Rezeptionshäuschen bezogen werden konnte, und in 2015 wurde die neue Küche fertig - weshalb Küchenchef Stefan Heckmann jetzt noch mehr Möglichkeiten hat, unsere Gäste rundum zu verwöhnen.

 

So ist ein wunderbarer Ort in zauberhafter Landschaft entstanden, der Jahr für Jahr mehr Freunde gewinnt. Bereits in 2005 hatte uns die Zeitschrift Brigitte als Geheimtipp entdeckt, zwei Jahre später wurde die Bärenmühle vom Hotelführer „Stilguide“ zu einem der zehn schönsten Landhotels in Deutschland gekürt. Mittlerweile ist das Mühlengehöft in zahlreichen Führern vertreten und wird allerorten lobend erwähnt. Die Bärenmühle ist ein historisches Hideaway, eines jener versteckten Refugien, die sich in der lockeren Hotelkette „Culture & Castles / Histo Hotels“ zusammen gefunden haben. Zugleich legen wir großen Wert auf eine umweltfreundliche Hotelführung, weshalb wir Partner des Nationalparks Kellerwald-Edersee sind.

 

Mehr als ein Dutzend Zimmer, Suiten und Wohnungen stehen in dem denkmalgeschützten Anwesen zur Verfügung, das Team der Bärenmühle und die Schwestern Kohl umsorgen die Gäste mit Charme, Profession und Herzlichkeit. Drei befreundete Maler halfen, unsere historischen Räumlichkeiten mit ihren Bildern zu verschönern: Frank Suplie aus Berlin, Uwe Paduk aus Hamburg und unsere ebenfalls in Hamburg lebende Cousine Katharina Kohl, deren naturalistische Gemüseportraits „Kohl & andere Sorten“ heute im Saunahaus die Besucher erfreuen. Was die echten Lebensmittel betrifft, so achten wir ebenfalls auf höchste Qualität. So verarbeiten wir vornehmlich natürlich erzeugte Produkte aus der Region: Ob Wildspezialitäten aus dem Kellerwald, Fleisch von Weidetieren aus dem Burgwald, Honig, Gemüse oder Ziegenfrischkäse aus dem Lengeltal oder biologisch angebautes Gemüse und alte Kartoffelsorten aus dem oberen Edertal – die Qualität und Frische kann man schmecken. Überdies sind wir förderndes Mitglich von Slow Food.

 

Im Restaurant "Maison Martron" servieren wir den Gästen eine feine Landküche mit französischem Esprit. Unterdessen wurde im ehemaligen Pferdestall das "Bistro Buddenbrock" eingerichtet. Der Name geht zurück auf ein Pferd, nicht direkt auf den Schriftsteller - daher die eigenwillige Schreibweise. Hier servieren wir kleinere Köstlichkeiten, von den hausgemachten Ravioles mit hugenottischem Ursprung, bis zum Ziegenfrischkäse aus dem Lengeltal.

 

Ein paar Hundert Meter von der Bärenmühle entfernt in der "Obersten Mühle" hat sich Bettina Kohl mittlerweile ihr Leder-Atelier eingerichtet. Hier kreiert die Lederdesignerin, die 2005 nach mehr als 20 Jahren Abwesenheit ins Lengeltal zurückkehrte, ihre zeitlos schicke Lederkleidung – Menusch’s Menufactory wird ihr Reich genannt, frei nach dem alten Künstlernamen der Lederdesignerin. Einige ihrer Produkte, wie auch hübsche Taschen und Wohnaccessoires kann man auch im Rezeptionshaus der Bärenmühle kaufen.

 

Bettina Kohls Umzug aus dem lärmenden New York in unsere beschauliche Idylle gelang übrigens ohne „Kulturschock“. Nur die zwei mitgereisten New Yorker Katzen staunen noch immer über die Umgebung: Es gibt einfach zuviel Grün im Lengeltal...

 

Mit herzlichem Gruß

 

Ihre Bärenmüllerinnen